Der Begriff Multitainment ist eine Wortneuschöpfung, ein sogenannter Neologismus. Dabei werden Wörter die neu sind, von den Menschen für einen Sachverhalt immer wieder verwendet und setzen sich irgendwann als normal durch. Dann werden die Neologismen in ein Wörterbuch der deutschen Sprache aufgenommen und sind fortan hoffähig.
Bei Multitainment handelt es sich um einen künstlichen Begriff, der aus den Wörtern Multimedia und Entertainment gebildet wurde. Da die beiden Begriffe selbst ebenfalls neue Wörter sind, kann man fast schon von der zweiten Generation des Neologismus sprechen. Aber was muss man sich dann unter Multitainment vorstellen?
Entertainment bedeutet im weitesten Sinne Unterhaltung. Damit ist alles gemeint, was dargeboten wird, um die Menschen zu unterhalten. Dazu gehört Theater genauso wie Kino, Tanz und Show. Multimedia bezeichnet die digitale Aufnahme, Speicherung und Bearbeitung verschiedener Werke. Die Wiedergabe erfolgt dann ebenfalls auf Geräten, die zur Wiedergabe digitaler Medien geeignet sind. Wird Entertainment digitalisiert, kommt man in den Bereich von Multitainment. Ein Konzert einer Rockgruppe kann beispielsweise aufgenommen werden und dann mit animierten Bildern zusammengebracht werden. Das dadurch entstandene Musikvideo, das so nur durch den Einsatz digitaler Bildgestaltung möglich wird, ist ein Beispiel für Multitainment.
Es muss aber nicht gleich so aufwändig und kompliziert sein. Multitainment kann auch im privaten Hobbybereich stattfinden. Wenn man seine Sammlung alter Diabilder mit einem Scanner digitalisiert und mit entsprechender Software mit Hintergrundmusik und Ton zusammenbringt, hat man ebenfalls ein Multitainment Werk geschaffen.
Bei Arbeiten in diesem Bereich ist es allerdings wichtig, dass man immer auf das Urheberrecht achtet. Nicht alle Daten die man hat oder im Internet findet, darf man für die eigene Multitainment Produktion verwenden. Zumindest dann nicht, wenn man das Ergebnis öffentlich vorführen, oder auf einer Internetplattform veröffentlichen möchte. Am sichersten ist es, nur eigene Daten zu verwenden. Im Internet findet sich an verschiedenen Stellen Musik, die frei von Urheberrechten verwendet werden darf. Hält man sich an solche Daten, ist man auf der sicheren Seite und bekommt nicht am Ende eine dicke Rechnung für die eigene Multitainment Produktion präsentiert.